Ab in die Cloud …

Spätestens seit der Cebit 2011 ist der Hype um die Cloud voll in der deutschen IT-Welt angekommen. Wahrscheinlich nicht zu unrecht vermutet so mancher hinter dem neuen Buzzword nicht viel mehr als alten Wein in neuen Schläuchen. Desweiteren nehmen die zahlreichen Debatten um Datenschutz und Sicherheit gerade im Bezug auf Cloud Computing kein Ende. Und trotzdem steckt hinter so manchem Cloud-Dienst großes Potential. Zwei Cloud-Dienste haben mein digitales Leben verändert: Google Apps und Strato HiDrive. Eine Vorstellung mit Erfahrungsbericht.

Google Apps
Mit Outlook, Excel und Word hat Microsoft die Büro-Software standardisiert. Google Apps hat diesen Standard in die Cloud übersetzt. Die Umsetzung ist gelungen und ermöglicht den Zugriff auf E-Mail, Dokumente und Co. von überall. Mit Google Apps wird der Browser tatsächlich ein Stück weit zum Betriebssystem. Zusätzlich gibt es zahlreiche Integrationsmöglichkeiten für mobile Geräte mit Hilfe von Google Sync. Eine große Stärke spielt Google Apps aus, wenn kollaborativ und verteilt an Projekten gearbeitet wird. Integrierte Kommunikation via (Video-)Chat oder auch das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten ermöglichen ganz neue Formen der Zusammenarbeit. Google Apps ist für Gruppen/Unternehmen mit bis zu 10 Benutzern kostenlos. Für größere Gruppen/Unternehmen liegen die Kosten aktuell bei 4 EUR pro Benutzer und Monat. Das Thema Sicherheit und Datenschutz bei Google Apps behandelt Google unter Google Apps Trust.

Ich selbst verwende Google Apps für die Kommunikation via E-Mail und Chat, die Verwaltung von Terminen und Kontakten sowie für Dokumente jeglicher Art (Text und Tabellen). Bestehende Dokumente können zwar importiert werden, dass wir mir den Aufwand allerdings nicht wert. So landen bisher nur neue bzw. veränderte Dokumente bei Google Apps. Neben dem klassischen Zugriff per Browser verwende ich Google Sync zur Synchronisation von E-Mail, Kalendern und Kontakten mit dem iPad.

Strato HiDrive
Wer neben E-Mail, Kontakt- und Kalender sowie Text- und Tabellen-Dokumenten noch weitere Daten in die Cloud auslagern möchte für den ist der Online-Speicher von Strato mit dem Namen HiDrive sicher einen Blick wert. Die Freiheit von jedem beliebigen Gerät auf die eigenen Daten zugreifen zu können ist auch bei Strato HiDrive der größte Pluspunkt. Die Bandbreite mit der Daten gesendet und empfangen werden können ist natürlich durch die jeweilige Internetanbindung begrenzt. Immerhin sind die Daten aber von überall mit voller Bandbreite erreichbar, was mit VPN-Verbindungen zur Datenfreigabe im Büro oder Daheim eher selten der Fall ist. Strato HiDrive bietet neben dem Zugriff über ein Web-Interface noch eine ganze Reihe von Protokollen zur Datenübertragung an. Mit SCP, FTP, WebDAV und SMB lässt sich wohl praktisch jedes Gerät an den Online-Speicher anbinden. Strato HiDrive bietet ebenfalls verschiedene Möglichkeiten zur kollaborativen Verwendung. So lassen sich zum Beispiel gemeinsame Ordner oder externe Datei-Freigaben erzeugen. Das Preismodell für Strato HiDrive ist nach Speichergröße aufgeteilt.

Ich selbst verwende Strato HiDrive um Fotos, Musik und Videos zentral abzulegen. Außerdem habe ich auf dem Online-Speicher alle Dokumente abgelegt, die vor der Umstellung auf Google Apps erstellt wurden. Mit wenigen Ausnahmen liegen damit praktisch alle meine Daten in der Cloud. Auf den lokalen Speichermedien halte ich teilweise noch lokale Kopien vor, die ständig aktualisiert werden. Damit können Ladezeiten verkürzt und Verbindungsabbrüche abgefedert werden.

Fazit
Mit den beiden vorgestellten Cloud-Diensten schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum Einen spare ich im Vergleich mit anderen Lösungen Zeit und Geld. Gleichzeitig bietet sich enormes Potential gerade im Hinblick auf den mobilen Datenzugriff oder die Zusammenarbeit in der Gruppe oder im Unternehmen. Ob sich das auf die eigene IT-Infrastruktur übertragen lässt muss sicher im Einzelfall geprüft werden. Gerade auch die Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit sind dabei sicher ein Thema. Einen Blick in die neue schöne Cloud-Welt sollte man allerdings auf jeden Fall riskieren. In diesem Sinne: Ab in die Cloud …

Foto “Wolke”: Creative Commons, mnsc

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